Brandschutzerziehung im Kindergarten
Sankt Anna Tripsrath

Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehört neben Einsätzen und Übungen auch die Brandvorbeugung. Dazu führt die Feuerwehr Brandschutzerziehung und Brandschutzauf-klärungen durch.
Daher machen die Vorschulkinder des Kindergartens Sankt Anna Tripsrath regelmäßig einen Besuch bei der Feuerwehr. Bereits im Vorfeld bereiten die Erzieherinnen des Kindergartens die Kinder auf spielerische Art vor, so dass diese das Verhalten bei einem Brand erklären können. Die Kinder lernen dabei auch, einen Notruf richtig abzusetzen.

 

Im Feuerwehrgerätehaus wird das Feuerwehrfahrzeug besichtigt. Jedes Kind darf mal im Mannschaftsraum und auf dem Fahrersitz Platz nehmen und sich alles ansehen.

Selbstverständlich wird auch das Blaulicht und das Martinshorn einmal ausprobiert.

Auch darf jedes Kind einen Feuerwehrhelm aufziehen, um sich mal richtig als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu fühlen.

 

 


Wenn in einem brennenden Haus ein Kind vermisst wird, gehen die Feuerwehrleute, um sich vor dem Rauch zu schützen, mit Atemschutz vor. Da die Feuerwehrleute mit Maske, Helm, Anzug und Atemschutzgerät nicht mehr sofort zu erkennen sind und durch die beim Atmen verursachten Geräusche etwas beängstigend wirken, wird den Kindern einmal gezeigt, wie sich ein Atemschutzgeräteträger ausrüstet. Es wird ihnen erklärt, dass sie sich davor nicht zu fürchten brauchen und sich bei einem Brand bemerkbar machen und sich unter keinen Umständen verstecken sollen.

 

Bei einem Brand braucht die Feuerwehr selbstverständlich auch Wasser, aber wo bekommt sie das her?
Um das zu klären, wird den Kindern gezeigt, wie man aus einem Hydranten Wasser bekommt.

Und was macht die Feuerwehr dann mit dem Wasser?

Spritzen! Und das durfte jedes Kind auch einmal ausprobieren. Zunächst mit einer Kübelspritze und dann alle gemeinsam mit einem C-Rohr.
Dazu haben sich die Kinder einen Feuerwehrschlauch näher angesehen und festgestellt, dass man alle 5 Kinder 3x hintereinander legen muss, um die Länge eines 20m-B-Schlauches zu erreichen und dass der Wasserdruck ausreicht, um alle Kinder und Erzieherinnen, die auf dem Schlauch standen, hochzuheben.

Da die Kinder bereits wussten, dass die Feuerwehr nicht nur zum Brände löschen da ist, sondern auch Personen nach Verkehrsunfällen aus Autos befreit, haben wir ihnen noch Schere und Spreizer gezeigt. Dicke Nägel, die die Kinder nicht verbiegen konnten, wurden damit problemlos geschnitten und den Kindern als Andenken mitgegeben.
Um bei so viel Begeisterung für die Feuerwehr keine Begeisterung für Feuer aufkommen zu lassen, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, den Kindern zu zeigen, wie gefährlich Feuer ist. Dazu bekommen die Kinder im Vorfeld die Aufgabe, ein Häuschen aus Pappkartons zu bauen. Dieses Häuschen, an dem die Kinder etwas hängen, da sie es selbst gebaut haben, wird zur Feuerwehr mitgenommen. Mit "schönem Feuer" (einer Kerze), wird gezeigt, wie schnell aus einer kleinen Flamme ein großer Brand wird und dieses Häuschen verbrennt.

Die Kinder sind dabei interessiert bei der Sache und beobachteten die Flammen genau. Aus der anfänglichen Freude beim Anblick der Flammen wird jedoch meist schnell Stille und Nachdenklichkeit.

Wenn wir ihnen erklären, wie schnell es zu einem solchen Brand durch das Spielen mit Feuer kommt, und dass dann die Lieblingspuppe oder der Lieblingsteddy verbrennen würde, sind die Kinder etwas geschockt und versprechen, nur wenn die Eltern es erlauben und dabei sind, Streichhölzer und Feuerzeuge zu benutzen.

Fotos: Ströckens (KiGa) und LE Tripsrath