Verhalten der Kinder bei Sirenenalarmierung

Wir (die Freiwillige Feuerwehr) haben seit einiger Zeit das Problem, dass die Sirene nicht nur die Feuerwehrleute alarmiert, sondern auch die Kinder.

Immer mehr Kinder kommen bei einer Alarmierung zum Gerätehaus gelaufen oder mit irgendwelchen Fahrzeugen (Räder, Skates, Roller, Kettcars...) angebraust, um dort den Einsatzkräften bei der Arbeit zuzusehen.

Von den Feuerwehrleuten wird erwartet:

  • dass sie schnell an der Einsatzstelle sind
  • im Straßenverkehr besondere Vorsicht walten lassen
  • sich bereits auf der Fahrt auf die unbekannte Situation einstellen

Um schnell die Einsatzstelle zu erreichen, ist es aber erforderlich, zügig zum Gerätehaus zu kommen. Deshalb nutzen viele Feuerwehrangehörige den eigenen PKW. Die privaten PKWs verfügen aber nicht über Martinshorn und Blaulicht, so dass die Fahrzeuge nicht als Feuerwehrfahrzeuge wahrgenommen werden. Die Feuerwehrleute sollen dies durch besondere Vorsicht ausgleichen.

Diese anstrengende Situation wird noch verstärkt, da:

  • die Kinder zusätzliche Verkehrsteilnehmer sind
  • teilweise keine Verkehrsregeln einhalten oder zumindest damit gerechnet werden muss

Dies führt in der Konsequenz dazu, dass die Feuerwehrleute nur langsamer zum Gerätehaus kommen und erst später den Betroffenen helfen können. Dazu noch zwei Beispiele:

Es kam schon vor, dass Einsatzkräfte
mit ihrem Auto nicht an einem Kind
vorbeikamen, das auf der Hubertusstraße
auch zum FW-Haus fuhr um zu erfahren,
was passiert ist. Ein Überholen war nicht
sicher möglich.


nachgestelltes Foto!

Letztens kam ein Kind aus der Stichstraße „Am Pöllenweg“ mit dem Fahrrad geschossen und fuhr ohne zu gucken in die Hubertusstraße ein. Dabei hätte es fast eine Fußgängerin umgefahren. Ein Feuerwehrmann wäre dort nicht gegangen, sondern gelaufen und hätte wohl kaum ausweichen können.


nachgestelltes Foto!

Wenn Kinder dem Fussweg am Sportheim folgen, kommen sie direkt vor dem Tor aus, aus dem wir herausfahren müssen. Der Weg ist nicht einsehbar! Die Feuerwehrleute wissen das und laufen nicht ohne zu schauen vor das Tor, Kinder schon.

Die Kinder kommen sogar in das Feuerwehrhaus und behindern (vor allem mit Fahrrädern und dergleichen) ein zügiges Umkleiden und Einsteigen in die Fahrzeuge.

Um es deutlich zu sagen, wir haben nichts gegen die Kinder, wir verstehen auch das Interesse an der Feuerwehr, aber wir möchten Unfällen und Zeitverzögerungen vorbeugen.

Um das Interesse zu befriedigen, laden wir alle Interessierten (Kinder wie Erwachsene) gern ein, unsere in regelmäßigen Abständen stattfindenden Übungen zu besuchen.

Die Feuerwehr bittet Sie darum, insbesondere die Kinder, nicht beim Heulen der Sirene zum Gerätehaus zu laufen. Kinder, die auf der Straße spielen, können uns helfen, wenn sie sich auf den Bürgersteig begeben, wenn sie die Sirene hören.

Sie schenken der Feuerwehr dadurch wichtige Zeit, die Leben retten kann.

DANKE

Eine Information für die Kinder findet man hier.