Feuer schnell unter Kontrolle
Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW nach Absturz im Großeinsatz

 

Geilenkirchen/Gangelt: Unmittelbar nach Eingang der ersten Notrufe zwischen 20.42 und 20.49 Uhr - so berichtet Landrat Karl Gruber bei der Pressekonferenz am Donnerstag nachmittag auf der Awacs-Basis - waren am Mittwoch abend die Feuerwehren aus der Gemeinde Gangelt, auf deren Gebiet der Absturz lag, und Geilenkirchen alarmiert worden, die mit der Berufsfeuerwehr des Flugplatzes die Löscharbeiten aufnahmen. Die Wasserversorgung im abgelegenen Absturzgelände gestaltete sich schwierig. Mit Hilfe von Tanklöschfahrzeugen wurde eine Kette gebildet. Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Kreis Heinsberg, aber auch aus den Kreisen Aachen und Düren sowie der Brandweer Gülpen rückten zur Verstärkung aus. Das Feuer war schnell unter Kontrolle. Die 216 zivilen Feuerwehrleute konnten mit ihren Fahrzeugen um 23.48 Uhr den Einsatzort verlassen. Für den neuen Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper als Einsatzleiter auf der zivilen Seite war dieser Großeinsatz quasi eine "Feuertaufe". Wie der Landrat, so lobte auch Prömper im Gespräch mit der AZ die sehr gute Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Stellen: "Das lief problemlos!" Zwölf Notärzte, 42 Rettungskräfte und 24 Helfer des Rettungsdienstes (sowie die Rettungshubschrauber aus Nörvenich und Koblenz) waren ebenfalls rasch vor Ort. Helfen konnten sie jedoch niemandem mehr. Zwei Besatzungsmitglieder wurden tot geborgen - verbrannt und zerstückelt. Von zwei weiteren fehlte noch jede Spur. Das Technische Hilfswerk aus Erkelenz, Übach-Palenberg, Hückelhoven, Jülich, Nörvenich und Mönchengladbach traf mit 97 Helfern und 19 Fahrzeugen ein. Vordringlichste Aufgabe war für sie die Ausleuchtung der Absturzstelle. Die Polizei im Kreis wurde mit Beamten aus Aachen, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bonn und Duisburg sowie von der Kölner Bezirksreserve verstärkt. Sie sorgte für die äußere Absperrung des Absturzgebietes, die mit Journalisten wenig zimperlich umspringende Militärpolizei für den inneren Zirkel. Entgegen anderslautenden Ansichten von Anwohnern erklärte der Landrat, es habe keinen "Unfalltourismus" gegeben. Eine erste Entwarnung gab Gruber mit Blick auf eine mögliche Boden- und Grundwassergefährdung. Kerosin und Öl seien aufgrund der starken Explosion und der Feuerentwicklung weitestgehend verbrannt, sonstige Stoffe seien nicht an Bord gewesen. Es sei biologisch abbaubarer Löschschaum verwendet worden. "Eine akute Gefährdung für das Grundwasser ist schon jetzt auszuschließen." aus Geilenkirchener Zeitung