Feuer vernichtete Dachgeschoß der Bar
200 000 Mark Sachschaden - Vier Frauen evakuiert

Auch mit ihrem raschen Einsatz konnten die Löscheinheiten nicht verhindern, daß Dachstuhl und -geschoß der Bar "Treffpunkt" in Niederheid zum größten Teil ausbrannten.

Niederheid: Die Bar "Treffpunkt" an der ehemaligen Bundesstraße B221 in Niederheid ist gestern durch einen Brand zum Teil zerstört worden. Personen wurden nicht verletzt. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 200 000 Mark. Angestellte des nahegelegenen Bauhofes der Stadt Geilenkirchen hatten am Morgen beobachtet, daß Qualm aus dem Dachgeschoß des Hauses drang. Sie alarmierten gegen 9.10 Uhr Polizei und Feuerwehr. Die Wehr rückte mit einem Großaufgebot zur Brandstelle aus. Insgesamt kämpften 52 Wehrleute gegen das Flammenmeer. Vor Ort waren der komplette dritte Zug der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen, das sind die Löscheinheiten aus Niederheid, Tripsrath, Gillrath und Hatterath. Unterstützt wurden diese Einsatzkräfte durch die Löscheinheit Geilenkirchen, die per Drehleiter dem Feuer zu Leibe rückte. Aufgrund des starken Qualms mußten die Einsatzkräfte mit Atemschutzmasken vorgehen. Der Wind blies an diesem Morgen von Westen, so daß die dichten Rauchschwaden vom angrenzenden Gewerbehof Niederheid und der Wohnbebauung wegtrieben. Gegen 10.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, um 12.18 Uhr rückten die letzten Wehrleute in Niederheid ab.


Mit Drehleiter und Atemschutz kämpften die Wehrleute gegen den Brand. Fotos: Windelen

Etwa die Hälfte des Obergeschosses und der Dachstuhl wurden ein Raub der Flammen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ging der Brand von einem Zimmer im Obergeschoß aus; hier waren Wohn- und Schlafräume. Sechs Arbeiter, die in einer Dachgeschoßwohnung zur Untermiete lebten, befanden sich beim Ausbruch des Feuers nicht im Haus. Vier Frauen, die sich im Gebäude befanden, hatte die Feuerwehr zu Beginn der Löscharbeiten evakuiert. Der alarmierte Rettungsdienst brauchte nicht ins Geschehen einzugreifen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang gibt es keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung. Während der Löscharbeiten war die Straße gesperrt, der Verkehr wurde von der Polizei umgeleitet. aus Geilenkirchener Zeitung vom 07.03.97