Schwelbrand im Zentrum
Computer gefährdet - Wehr sparte mit Wasser

 

Geilenkirchen-Niederheid: Donnerstag gegen 12 Uhr: Aufregung beim Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in der Selfkantkaserne. Der Leiter des Zentrums, General Peter von Geyso, und seine "Mannen" stehen auf der Straße vor dem Stabsgebäude. Beißender Qualm kommt aus der Eingangstür. Vier Feuerwehrfahrzeuge fahren vor, die Wehrmänner springen heraus und laufen in das zweigeschossige Haus. Was war geschehen? Bei Schweißarbeiten an Heizungsrohren war die Isolierung in Brand geraten, ähnlich wie kürzlich im Düsseldorfer Flughafen. Den entstehenden Schwelbrand versuchten die Mitarbeiter der ausführenden Firma zunächst mit einem Eimer Wasser zu löschen, vergeblich. Unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Josef Gerads liefen mit den Wehrmännern aus Niederheid, Gillrath und Tripsrath die Brandbekämpfungsmaßnahmen an. Ein Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude, öffnete die Fenster, damit der Rauch abziehen konnte. Im unteren Teil des Gebäudes befindet sich die Schaltzentrale des Zentrums mit den Computern. General Peter von Geysos größte Sorge galt denn auch den dort gespeicherten Daten, denn die Mitarbeiter waren vorsorglich aus dem Haus evakuiert worden. Damit die Wehrleute bis zu den Brandnestern vordringen konnten, mußte eine Wand und eine Zwischendecke aufgestemmt werden. Um den Wasserschaden zu verhindern, löschten die Wehrleute den Schwelbrand mit einer Kübelspritze. Abschließend wurde ein Belüftungsgerät eingesetzt, um das Gebäude rauchfrei zu machen. Gegen 13 Uhr konnten die Feuerwehren wieder abrücken. aus Geilenkirchener Zeitung vom 16.08.96