Meterhohe Flammen verursachen
Schaden von 300000 Mark
Zweifamilienhaus in Gillrath komplett zerstört

Beim Eintreffen der Löscheinheiten Gillrath, Hatterath, Tripsrath, Teveren und Geilenkirchen stand der geräumige Neubau an der Von-Bronsfeld-Straße in Gillrath in hellen Flammen. Foto: Georg Schmitz

 

Geilenkirchen-Gillrath: Beim Brand eines Zweifamilienhauses in Gillrath entstand in der Nacht zum gestrigen Dienstag ein Schaden von rund 300 000 Mark. Der große Neubau-Komplex, der kurz vor der Fertigstellung stand, wurde komplett im Flammenmeer vernichtet. Die Polizei hat die Ermittlungen nach der Ursache aufgenommen.

Das Feuer in der Von-Bronsfeld-Straße hatte sich gestern eine knappe Stunde nach Mitternacht durch lautes Bersten von Dachziegeln bemerkbar gemacht. Für die anfahrenden Feuerwehren war der Brand aufgrund meterhoher Flammenentwicklung schon aus großer Entfernung zu lokalisieren. Als Polizei und die Löscheinheit Gillrath an der Einsatzstelle eintrafen, stand der gesamte Dachstuhl des Hauses in Flammen. Der Erstangriff der Gillrather Wehrleute diente der Absicherung des angebauten Wohnhauses.
Weil sich die Wasserversorgung vor Ort als problematisch erwies, wurden zu den ebenfalls alarmierten Feuerwehren Hatterath und Tripsrath auch die Löscheinheiten Teveren und Geilenkirchen mit ihren Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter angefordert.

Lagebesprechung: Stadtbrandmeister Michael Meyer informiert Bürgermeister Franz Beemelmanns über die Brandbekämpfungsmaßnahmen.

Schnell schlugen die Flammen aus dem Dachstuhl des Hauses.

Zunächst scheiterte der Versuch, das Feuer effektiv mit mehreren C-Rohren zu bekämpfen, immer wieder am fehlenden Wasserdruck. Deshalb wurde mit den beiden Tanklöschfahrzeugen aus Geilenkirchen und Teveren ein Pendelverkehr zwischen Panneschopp und der Einsatzstelle eingerichtet, um die Drehleiter und das Gillrather Löschfahrzeug mit Wasser zu versorgen.
Einige Zeit dauerte es, bis auch eine Schlauchleitung von der 700 Meter entfernten Karl-Arnold-Straße zur Von-Bronsfeld-Straße aufgebaut war. Von diesem Zeitpunkt an verlief die Brandbekämpfung problemlos.
Vier Trupps, die zur Sicherheit mit Atemschutzmasken arbeiteten, bekämpften das Feuer von allen Seiten des Gebäudes. Eingesetzt wurden fünf C-Rohre und ein Wenderohr über die Drehleiter. Immer wieder züngelten die Flammen aus dem Dachstuhl. Mit lautem Krachen brach die Dachlattenkonstruktion an verschiedenen Stellen zusammen.
Nach rund einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle, jedoch mussten weiterhin einzelne Brandnester abgelöscht werden. 72 Feuerwehrleute waren am Brandort, die Einsatzleitung lag in den Händen von Stadtbrandmeister Michael Meyer. Auch Gillraths Bürgermeister Franz Beemelmanns informierte sich am Einsatzort direkt über das Geschehen. Gegen 4 Uhr rückten die ersten Löscheinheiten wieder ab. Die Gillrather Feuerwehrleute blieben noch bis 6:30 Uhr zum Ablöschen eventuell aufflammmender Brandnester als Brandwache zurück.
Der Schaden wird auf insgesamt rund 300 000 Mark geschätzt. Ein am Haus abgestellter Gabelstapler und ein Pkw-Anhänger wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Noch am Dienstagmorgen nahm die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen auf. Die Ursache war bis gestern noch unklar, Brandstiftung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. (g.s.) GZ vom 25.04.01