Wohnhausbrand

Geilenkirchen: Am 24.12.2002 um 16:52 Uhr wurden die Löscheinheiten Tripsrath, Gillrath-Hatterath, Niederheid, Teveren, Waurichen, Süggerath und Geilenkirchen zu einem Wohnhausbrand nach Geilenkirchen gerufen. Die ersteintreffende Löscheinheit Tripsrath nahm zum Ablöschen der Flammen einen Schnellangriffsschlauch vor. Es wurden zwei Trupps unter Atemschutz eingesetzt und zwei weitere Trupps als Rettungstrupps vorgehalten. Zur Entrauchung der Wohnung wurde ein Belüftungsgerät durch die LE Geilenkirchen aufgestellt.


Der dazu erschienene Zeitungsartikel:

Gleich viermal Brandstiftung zu Weihnachten

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Gleich vier Brände beschäftigten am Heiligen Abend und 1. Weihnachtstag die Feuerwehren in Geilenkirchen und Übach-Palenberg.

Nach ersten Erkenntnissen ist in allen Fällen von Brandstiftung auszugehen. Das erste Feuer wurde am 24. Dezember kurz vor 17 Uhr im Geilenkirchener Fasanenweg gemeldet. Hier hatten Nachbarn eine starke Rauchentwicklung bemerkt, die auf einen Brand in dem Einfamilienhaus schließen ließ. Zuerst war die Löscheinheit Tripsrath vor Ort, die sofort die Erkundung aufnahm.

Nach Angaben aus der Nachbarschaft waren die Bewohner am gleichen Tag in Urlaub gefahren. Deshalb mussten sich die Feuerwehrleute gewaltsam Zugang zu den Räumlichkeiten verschaffen. Zwei Trupps gingen unter Atemschutz in das Haus und fanden dort ein brennendes Sofa vor. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde ein Entlüftungsgerät eingesetzt, um das Einfamilienhaus vom Rauch zu befreien. Verschiedene Spuren deuten auf eine vorsätzliche Brandstiftung hin.

Die Polizei stellte eine Spiritusflasche sicher, deren Inhalt vermutlich als Brandbeschleuniger dienen sollte. Die Flammen in dem offenen Wohnzimmer sollten offensichtlich auf die Holztreppe geleitet werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Am Einsatzort aktiv waren die Löscheinheiten Tripsrath, Geilenkirchen und Süggerath. Ebenfalls alarmiert wurden die Löscheinheiten Teveren, Grotenrath, Niederheid und Gillrath/Hatterath. Über die genaue Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die untere Etage wurde durch den Rauch jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen.

Kurz nach 23 Uhr mussten am Heiligen Abend die Löschgruppe Boscheln und der Löschzug Übach in die Werkstrasse nach Boscheln ausrücken. In einem siebengeschossigen Hochhaus brannte die Lampenverkleidung im Aufzug. Mit einer Kübelspritze konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Kurz nach Mitternacht brannte der Müllcontainer im Keller des gleichen Hauses. Auch diesmal brauchte die Feuerwehr nicht lange, um den Brand zu löschen.

Sogar noch einmal mussten die Boschelner und Übacher Feuerwehrleute am 1. Weihnachtstag zu dem Hochhaus in die Werkstrasse ausrücken. Beim dritten Mal stand wieder der Müll im Keller in Flammen.

Bevor das Feuer größeren Schaden anrichten konnte, bereiteten die Wehrleute dem "Spuk" ein Ende. Polizei und Feuerwehr glauben nicht an einen Zufall, so dass auch in Boscheln von Brandstiftung auszugehen ist.

(g.s. Geilenkirchener Zeitung vom 27.12.2002)