Einbrecher zünden auch noch das Haus an
Wohnhausbrand am 09.04.2003

Geilenkirchen: Ein geschätzter Sachschaden von rund 100.000 Euro ist am Mittag beim Brand in einem Einfamilienhaus an der Van-Gogh-Straße in Geilenkirchen entstanden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
In Abwesenheit der Hausbewohner entstand das Feuer aus zunächst ungeklärter Ursache in einem Zimmer im Obergeschoss des zweistöckigen Hauses. Nachbarn waren kurz nach 12 Uhr durch die starke Rauchentwicklung auf den Brand aufmerksam geworden und hatten die Polizei alarmiert.
Noch vor Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge konnten die beiden Polizeibeamten Stephan Perlaki und Hans Meyer von der Polizeiwache Geilenkirchen den Hund der Bewohner aus dem stark verqualmten Haus retten.
Sofort nach ihrem Eintreffen nahmen die Kräfte der Löscheinheit Geilenkirchen die Brandbekämpfungsmaßnahmen mit einem C-Rohr auf.
Nach kurzer Zeit waren auch die per Sirene alarmierten Löscheinheiten Gillrath/Hatterath, Süggerath, Teveren, Tripsrath und Waurichen am Einsatzort. Der Innenangriff wurde mit zwei weiteren C-Rohren vorgenommen, über die Drehleiter kam ein viertes C-Rohr zum Einsatz.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten alle Feuerwehrkräfte unter Atemschutz vorgehen. Insgesamt waren rund 50 Wehrleute mit einem Dutzend Fahrzeuge vor Ort. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Holzverkleidung des Hauses verhindern.
Um auch an die letzten Brandnester zu gelangen, musste ein Teil des Daches abgedeckt werden. Außerdem wurde eine Wärmebildkamera der Awacs-Feuerwehr eingesetzt, um eventuell versteckte Brandnester in den Holzwänden aufzuspüren. Vorsichtshalber standen auch Notarzt und Rettungswagen in Bereitschaft.
Während der Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrleute ein eingeschlagenes Kellerfenster. Weitere Spuren deuten darauf hin, dass während der Abwesenheit der Bewohner in das Haus eingebrochen wurde.
Deshalb nahm noch während der Löscharbeiten die Kriminalpolizei die Ermittlungen nach Anzahl der entwendeten Gegenstände auf. Dabei erhärtete sich der Verdacht, dass von vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen ist.
Die Löscharbeiten waren gegen 14.30 Uhr beendet, so dass nun auch die letzten Feuerwehrkräfte einrücken konnten.

Geilenkirchener Zeitung vom 10.04.03; Georg Schmitz