Brandmelder rettet Familie vor dem Feuer

 

Geilenkirchen-Hatterath. Erheblicher Sachschaden entstand beim Brand in einem Einfamilienhaus an der Professor-Mendel-Straße in Hatterath in der Nacht zum gestrigen Donnerstag.

Noch Glück im Unglück hatte dabei die vierköpfige Familie, die das Haus quasi in letzter Minute verlassen konnte. Gegen 3.45 Uhr hatte die Bewohnerin eine Rauchentwicklung wahrgenommen, im Schlaf offensichtlich aufgeschreckt durch einen Brandmelder.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der alarmierten Löscheinheiten Gillrath-Hatterath, Tripsrath, Niederheid und Geilenkirchen drang dichter Rauch aus dem Gebäude. Zuvor hatten Nachbarn über eine Leiter die Mutter und ihre beiden Töchter vom Dach gerettet, auf das sie sich geflüchtet hatten.

Der Hausherr war aus eigener Kraft aus dem Gebäude gelangt. Im Haus konnten die Feuerwehrleute die Flammen mit einem C-Rohr schnell löschen. Wie sich herausstellte, war ein Tisch im Wohnzimmer in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen kann das Feuer durch eine brennende Kerze auf dem Tisch entstanden sein. Durch die starke Hitzeentwicklung barsten mehrere Fensterscheiben auf der Rückseite des Hauses.

Wärmebildkamera

Mit der von der Nato Airbase angeforderten Wärmebildkamera überprüfte die Feuerwehr die schwer zugänglichen Bereiche des Hauses auf versteckte Glutnester.

Nach ersten medizinischen Untersuchungen vor Ort wurden alle Bewohner wegen des Verdachts auf Rauchgas-Inhalation vorsorglich mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Mit einem Überdrucklüfter wurde das Haus rauchfrei geblasen.

Nicht bewohnbar

Nach etwas mehr als einer Stunde konnte ein Großteil der insgesamt 69 Feuerwehrleute wieder abrücken, die Löscheinheit Gillrath-Hatterath blieb noch einige Zeit als Brandwache zurück.

Die Polizei hat noch am Morgen die Ermittlungen aufgenommen. Das Einfamilienhaus ist aufgrund der starken Rußeinwirkung bis auf Weiteres nicht bewohnbar, eine Unterkunft ist für die Familie aber vorhanden.

aus Geilenkirchener Zeitung Online-Fassung vom 14.08.2008, 17:30 Uhr
Fotos: Georg Schmitz

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