Granate explodiert: 61-Jähriger verletzt

 

Geilenkirchen-Süggerath. Eine Phosphorhandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg löste am Donnerstagmorgen einen Großeinsatz in Süggerath aus. Das ansonsten beschauliche Örtchen befand sich innerhalb weniger Minuten im «Belagerungszustand».

Ein verletzter Landwirt sowie zehn weitere «Beteiligte» wurden mit Rettungswagen zum Krankenhaus Geilenkirchen gebracht.

Zwei Mitarbeitern des städtischen Bauhofes fiel kurz vor Mittag eine Rauchentwicklung in einer Böschung am Rande eines Weges zum Hahnrather Busch auf.

Beim Versuch, das vermeintliche Feuer zu löschen kullerte ein Gegenstand die Böschung hinunter und blieb mitten auf dem Weg liegen. Als sich ein vorbeikommender Landwirt über das Eisenstück beugte, explodierte das später als Phosphorhandgranate identifizierten Relikt aus dem Weltkrieg und verbrannte das Hemd des Mannes im Brustbereich.

Nachdem sie den Brandbereich mit Sand abgedeckt hatten, zogen sich die beiden Mitarbeiter des Bauhofes zurück. Die Leitstelle löste einen Großalarm aus, der zur Folge hatte, dass ein Dutzend Feuerwehrfahrzeuge verschiedener Löscheinheiten der Stadt Geilenkirchen, Rettungswagen, Notärzte und Polizei am Einsatzort erschienen. Insgesamt waren 80 Kräfte vor Ort.

Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt, die Anwohner von Polizei und Feuerwehr aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

aus Polizeibericht vom 11.09.2008 veröffentlicht in Geilenkirchener Zeitung Online-Fassung vom 11.09.2008, 16:20 Uhr
Fotos: Georg Schmitz

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