Gasaustritt in Geilenkirchen am 02.03.2003

Geilenkirchen: Am 02.03.03 bemerkte ein Passant in der Sittarder Straße in Geilenkirchen Gasgeruch und informierte darüber die Leitstelle gegen 13:00 Uhr. Diese alarmierte den ersten Zug, bestehend aus den Löscheinheiten Geilenkirchen, Waurichen und Süggerath sowie die Löscheinheit Gillrath-Hatterath und die Polizei. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Die angrenzenden Gebäude mußten zum Schutz der Bewohner evakuiert werden. Hierzu wurden zwei Schnell-Einsatz-Gruppen des DRK zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert. Der Mannschaftstransportwagen der LE Tripsrath wurde ebenfalls zu Tranportfahrten hinzugezogen. Die betroffenen Bewohner wurden bis zum Abend in einer Schule untergebracht und durch den Rettungdienst betreut. Zu Messungen an der Einsatzstelle wurden beide im Kreis Heinsberg vorhandenen Meßgruppen aus Dremmen und Hückelhoven alarmiert. Um in dieser Lage die zahlreichen eingebundenen Kräfte besser koordinieren zu können, wurde der Abrollcontainer Einsatzleitung nach Geilenkirchen gebracht. In Zusammenarbeit mit den Energieversorgern konnte die Ursache des Gasgeruches schnell entdeckt werden. Es handelte sich um ein unterirdisches Leck in einer Versorgungsleitung. Gegen 17:30 Uhr war die Lage soweit unter Kontrolle, dass die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten.

Fotos: WDR Aktuelle Stunde vom 02.03.03


AZ: Explosionsgefahr in Bauchem:
Leck in Gasleitung


Geilenkirchen-Bauchem. Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften in Bauchem: Neun Menschen wurden am Sonntag aus zwölf Wohnhäusern evakuiert, einige hundert durften nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren.
Zeitweise drohte Explosionsgefahr, nachdem in einer Hauptgasleitung, die große Teile der Stadt versorgt, ein Leck entdeckt worden war.
Nicht auszudenken wären die Folgen gewesen, hätte jemand zu diesem Zeitpunkt etwa eine brennende Zigarette in einen Gulli geworfen.
Viele, die sich kurz zuvor den Geilenkirchener Karnevalszug angesehen hatten, kamen nicht mehr in ihre Wohnungen, da Polizei und Feuerwehr zahlreiche Straßen gesperrt hatten.
Eltern suchten ihre Kinder, zurückkehrende Männer und Frauen den Rest der Familie. Die meisten fanden während der Einsatzzeit Unterkunft bei Verwandten oder Freunden.
Kurz nach 13 Uhr wurde im Bereich der Kreuzung Sittarder Straße/Berliner Ring von Passanten Gasgeruch festgestellt.
Die Männer des Zuges I der Freiwilligen Feuerwehr mit den Löscheinheiten Geilenkirchen, Süggerath und Waurichen bestätigten den Gasaustritt, die beiden Feuerwehr-Messeinheiten aus Hückelhoven und Dremmen wurden ebenfalls alarmiert.
An allen Ecken und Enden wurden in den Kanälen Messungen vorgenommen, um eventuelle Gasaustritte festzustellen.
Die Geilenkirchener Polizei, unterstützt von Kollegen aus den Kreisen Aachen und Düren, sperrte gemeinsam mit der Feuerwehr die Konrad-Adenauer-Straße ab Heinsberger Straße, den Berliner Ring ab Gartenstraße, die Sittarder Straße ab Kreisverkehr, die Bauchemer Gracht und den Kreuzungsbereich L 42/Kreuzstraße/Berliner Ring in Richtung Berliner Ring.
32 Polizeibeamte waren insgesamt im Einsatz. Die DEA-Tankstelle wurde ebenso geräumt wie die benachbarte Imbissstube "Grillmaster".
Ein Leitender Notarzt, fünf Ärzte, vier Rettungs- und vier Krankenwagen sowie der Großraumrettungswagen aus Erkelenz standen für den Notfall bereit. 36 Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurden alarmiert.
Die Kreiswerke stellten zwei Busse für eventuelle Notfälle zur Verfügung. Fünf Löscheinheiten mit 75 Wehrleuten waren ebenso im Einsatz wie der Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes, der betroffene Bürger und Einsatzkräfte versorgte.
Das Leck in der Gasleitung befand sich im Bereich der Kreuzung Berliner Ring/Sittarder Straße. Hier ergaben die Messungen einen fast hundertprozentigen Gasaustritt. Die Hauptleitung, die unter anderem auch das Krankenhaus mit Gas versorgt, wurde um 14.35 Uhr abgesperrt. 100 Haushalte waren ohne Erdgas.
Um 14.55 Uhr war die Explosionsgefahr beseitigt. In dieser Zeit durften die Menschen noch nicht in ihre Häuser, die Feuerwehrleute standen ebenfalls noch bereit. Die Energie- und Wasserversorgung Stolberg rückte mit Baggern an. Um 17.05 Uhr wurde das Leck gefunden und repariert.


Eine gehbehinderte Anwohnerin musste ebenfalls aus einem Haus in der Sittarder Straße evakuiert werden.


Zur Messung der Gaskonzentration wurden Kanaldeckel entfernt.

Geilenkirchener Zeitung vom 03.03.03; Udo Stüßer und Georg Schmitz